Unsere Kirche
Wer unsere Kirche besucht, spürt oft schon beim Eintreten eine besondere Atmosphäre: helles Licht und wohltuende Schlichtheit. Die Lutherkirche wurde mitten ins Wohngebiet gebaut: Direkt neben dem „alten“ Friedhof Pinneberg, der schon vor unserer Kirche da war. Jeden Sonntag wird sie zum Herz unserer Gemeinde, wenn wir hier unsere gut besuchten Gottesdienste feiern und Gemeinschaft erleben.
Zugleich ist unsere Kirche architektonisch etwas Besonderes: Nur selten lässt sich eine Kirche aus den 1950er-Jahren so authentisch erleben wie hier. Ihre klare Formensprache, die Materialien und die Gestaltung sind typisch für die Zeit ihrer Entstehung. Auch deshalb steht unsere Kirche heute unter Denkmalschutz.
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Grundsteinlegung und Bau
Die Grundsteinlegung erfolgte am 19.7.1953. Gebaut wurde unsere Kirche nach Plänen des Architekten Klaus Groth.
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Weihe
Bereits ein gutes Jahr später war der Bau unserer Kirche vollendet. Am 12.9.1954 wurde die Lutherkirche in einem feierlichen Gottesdienst durch Propst Hasselmann geweiht.
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Maße und Zahlen
Das Kirchenschiff liegt in einem Abstand von 12 Metern parallel zum Kirchhofsweg und ist in Südwest-Nordost-Richtung ausgerichtet. Zusammen mit dem acht Meter seitlich nach Südwest herausgestellten Turm und dem überdachten Eingangstor bildet es eine Baugruppe, die den Durchgang zum dahinterliegenden Friedhof freilässt.
Das Kirchenschiff misst 20 Meter in der Länge und 10 Meter in der Breite; die Höhe im Innern beträgt 8,6 Meter. Im Nordosten schließt sich ein 4,5 Meter tiefer Chorraum an.
Der Turm ist 23 Meter hoch und über einem Quadrat von 3,5 Metern errichtet. Seine Geschosse sind jeweils sieben Meter hoch; das oberste ist nach allen Seiten offen und beherbergt den Glockenstuhl.
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Glocken
Unsere Glocken wurden am 15.01.1956 geweiht. Sie wurden in der Karlsruher Glockengießerei in Kupfer, Zinn und Bronze in der Tonfolge des Gloria-Motivs „g-a-c´“ gegossen und tragen die Inschriften „Land, Land, höre des Herren Wort“, „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ und „Es ist in keinem andern Heil“.
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Architektur
Die Dächer sind als hölzerne Pfettendächer konstruiert und mit roten Pfannen gedeckt. Ein schlicht gemusterter Ziegelfußboden zieht sich durch den gesamten Kirchenraum.
Besonders prägend ist der Altarraum: Sein fünfeckiger Abschluss ist vollständig verglast. Die Fensterflächen sind durch Betonpfosten und eiserne Rahmen gegliedert; insgesamt 45 Scheiben, in kräftigen Grün- und Rottönen gehalten, lassen das Licht lebendig in den Raum fallen. In einigen Feldern sind christliche Symbole zu erkennen, darunter Alpha und Omega.
Der Altar selbst besteht aus einer Stahlbetonplatte, die auf zwei zurückgestellten Wangen ruht. Darüber erhebt sich ein schlichtes Holzkreuz. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Taufbecken eines Salzburger Künstlers aus dem Jahr 1958, die 1978 erbaute Beckerath-Orgel sowie die Empore.
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Anbau: Luthersaal
Eine wichtige Erweiterung erhielt die Kirche 1992 mit dem Bau des „Luthersaals“ nach Plänen des Architekten Hans-Peter Randel. Der rund 100 Quadratmeter große Saal ist hell und freundlich gestaltet und wird für viele Veranstaltungen der Gemeinde genutzt.
Quellen:
Bau-Beschreibung des damaligen Kirchenältesten Hans Hugo Matthiessen aus dem Jahre 1979
Gemeindebrief der Lutherkirche August-September 2004